Rütt-Arena

 

       1926 - 1931 

 

 

 


 

 

Die Geschichte der Rütt-Arena (3)

 

 

Im Betrieb

 

 

Am Sonntag, dem 27. Juni 1926, wurde die Rütt-Arena eröffnet. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Aufzug sämtlicher Gau-Vereine unter Führung ihrer Bannerträger, die Eröffnungsrede hielt der Bundes-Präsident Dr. Totscheck-Stettin. Altmeister Leinert fuhr die erste Runde auf einem Hochrad, bevor die Bahn für die Meisterschaften des Gaus Berlin freigegeben wurde.

 

 

 

 

 

27. Juni 1926: die Rütt-Arena wird eröffnet

 

 

In den folgenden Wochen entwickelte sich ein lebhafter Betrieb auf dem Gelände der Rütt-Arena, wo sich nicht nur die Elite der internationalen Berufsfahrer präsentierte, sondern auch Nachwuchsrennen und Trainingslehrgänge stattfanden. Volksrenntage kamen ebenso zur Austragung wie die Meisterschaft der Berliner Zeitungsfahrer, Boxkämpfe oder Wettbewerbe für Marktschreier.

 

Da sich die Zuschauer längst nicht mehr allein durch Fliegerrennen locken ließen, wurden auch kostspielige Mannschaftsrennen nach Sechstageart durchgeführt und namhafte Steher verpflichtet, die hinter kleinen Schrittmachermaschinen fuhren.

 

In den Wintermonaten richtete man Teile des Innenraums zu einer Eisfläche her und lud zu kurzweiligen Veranstaltungen in das Restaurant der Anlage.

 

 

 

Die Armbinde

 

Die Rütt-Arena war die letzte deutsche Radrennbahn, auf der noch die sogenannten "Armbinderennen" ausgetragen wurden. Der Sieger eines solchen Fliegerrennens erhielt als Auszeichnung eine bestickte Armbinde und ab dem Folgetag eine tägliche Rente.

 

Wurde der Armbindeträger von einem anderen Flieger herausgefordert, musste er sich diesem stellen. Verlor er das Rennen, gingen die Armbinde und der Rentenanspruch an den Herausforderer über.

 

Obwohl die finanziellen Möglichkeiten von Walter Rütt sehr eingeschränkt waren, fühlte er sich dieser Tradition stets verbunden. Die Armbinde der Rütt-Arena trug in der Mitte das Symbol des Berliner Bären.

 

 

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